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Das Schloss

Neuschwanstein

Ausflug in eine zauberhafte Märchenwelt

Oberhalb der Ortschaft Hohenschwangau, ganz in der Nähe der Öffnet internen Link im aktuellen FensterStadt Füssen, steht das weltbekannte Schloss Neuschwanstein in all seiner märchenhaften Pracht. Romantische Türmchen, Erker, Zinnen und Balkone, verspielte Säulen, Skulpturen und Giebel, lichtdurchflutete Rundbogenfenster, glänzende Dächer und farbenfroher Fassadenbau nebst vorwiegend hellem Naturstein machen das Schloss mit seiner spektakulären Lage auf einem Felsvorsprung zwischen dem Tegelberg und dem Säuling zu einem einzigartigen Romantikbau. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das ebenfalls prächtige Schloss Hohenschwangau.

Mit dem Bau von Neuschwanstein wurde am 5. September 1869 begonnen und es sollte nach den phantasievollen Vorstellungen des bayerischen Königs Ludwig II. zu einer typischen, mittelalterlichen Ritterburg vollendet werden. Der scheue „Märchenkönig“, wie er auch genannt wird, wollte sich dort in seinen geliebten Allgäuer Bergen mit traumhaftem Rundumblick von der Welt zurückziehen, um seinen musischen, feinsinnigen und künstlerischen Neigungen nachzugehen.

Als großer Freund und Bewunderer des Komponisten Richard Wagner wurde er dessen Mäzen. Im Gegenzug wurde Wagner für den jungen Märchenkönig zu einem väterlichen Freund und Berater. Das Schloss ließ König Ludwig II. im Laufe der 17-jährigen Bauzeit mit beeindruckenden Wandmalereien zu Ehren Wagners ausgestalten. Da finden sich aus den Wagnerschen Musikdramen Wandgemälde aus Lohengrin und Tannhäuser aber auch zur Parzivalsage. Der König schuf sich damit eine bewohnbare Theaterkulisse, die er den Werken Richard Wagners widmete.

Der König war aber auch von der Wartburg in Eisenach fasziniert und ließ nach dem Vorbild des dortigen Festsaales den Sängersaal in Neuschwanstein fertigen. Da finden sich neben einem sakral anmutenden Thronsaal auch byzantinische Kuppelbauten, Baustile eines französischen Romantikschlosses, Kemenaten, Ziertürme, Freitreppen und eine Kapelle nach dem Muster der Allerheiligen-Hofkirche in der Münchner Residenz. Dieser märchenhafte Prunk symbolisierte für ihn ein Königtum von Gottes Gnaden und so wurde Schloss Neuschwanstein auch keine einfache Kopie einer mittelalterlichen Ritterburg sondern eine individuell und stark charakteristisch geprägte Neuschöpfung des bayerischen Königs. Allerdings bewohnte er es in seiner langen Bauphase nur an insgesamt 172 Tagen und erlebte seine komplette Fertigstellung auch nicht mehr.

Bereits sieben Wochen nach seinem mysteriösen Tod im Starnberger See mit nur 41 Jahren, wurde das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute ist Neuschwanstein ein viel besuchter Publikumsmagnet für Besucher aus aller Herren Länder. Jährlich strömen rund 1,3 Millionen Touristen auf die schroffen Felswände, auf denen das romantische Märchenschloss in idyllischer Lage thront. Schloss Neuschwanstein gilt als das am meisten fotografierte Bauwerk der Welt und avancierte zum beliebtesten deutschen Ausflugsziel. Es ist heute das Sinnbild einer märchenhaften Schlossanlage und dient somit auch als Vorlage für unzählige Märchenbücher. Mit Schloss Neuschwanstein und der angeschlossenen Pöllatschlucht mit ihrer gewagten Brückenkonstruktion aus Stahl als meisterhafte Verbindung zwischen Fels und filigraner Technik hat sich der leidenschaftliche Schlossbauherr König Ludwig II. selbst ein Denkmal gesetzt.

Mehr zu Schloß Neuschwanstein, sowie die genauen Preise und Öffnungszeiten finden Sie hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.neuschwanstein.de